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| Freie Demokratische Partei: FDP
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Mitglieder: 67.000 (Stand: September 2003)
Vorsitzende:
| 1948 - 1949 |
Theodor Heuss |
| 1949 - 1954 |
Franz Blücher |
| 1954 - 1957 |
Thomas Dehler |
| 1957 - 1960 |
Reinhold Maier |
| 1960 - 1968 |
Erich Mende |
| 1968 - 1974 |
Walter Scheel |
| 1974 - 1985 |
Hans-Dietrich Genscher |
| 1985 - 1988 |
Martin Bangemann |
| 1988 - 1993 |
Otto Graf Lambsdorff |
| 1993 - 1995 |
Klaus Kinkel |
| 1995 - 2001 |
Wolfgang Gerhardt |
| 2001 |
Guido Westerwelle |
Wahlergebnisse:
Landtagswahl (Bayern):

Bundestagswahl:

Europawahl:

Allgemein:
Die FDP sieht sich in der Tradition der liberalen Parteien der Weimarer Republik.
In der FDP haben sich zum ersten Mal liberale Gruppierungen unterschiedlicher Ausrichtung in einer Partei zusammengefunden. Die Partei betont die herausragende Rolle des Individuums und setzt sich für eine freie Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung ein. Liberale Politik beruht für sie auf dem Bekenntnis zur Selbstverantwortung des einzelnen, auf Stärkung der persönlichen Mitwirkungsrechte, auf Autonomie und Dezentralität, auf Selbstverwaltung und Föderalismus. Keine Partei war so oft an der Bundesregierung beteiligt wie die FDP (1949-1956, 1961-1966 und 1982-1998 mit der CDU/CSU, 1969-1982 mit der SPD).
1956 verließ die FDP das Kabinett von K. Adenauer wegen innen- und außenpolitischer Meinungsverschiedenheiten, die zu einem Zerwürfnis zwischen der Gesamtpartei und den FDP-Ministern geführt hatten. Diese traten aus der Partei aus und gründeten die Freie Volkspartei. 1966 schied die FDP wegen wirtschaftlicher Unstimmigkeiten aus dem Kabinett von L. Erhard aus. Zweimal leitete die Partei eine Umorientierung in der deutschen Politik ein: 1969, als sie unter W. Scheel mit der SPD eine neue Ostpolitik begann und innenpolitische Reformen durchsetzte, und 1982, als sie das Kabinett von H. Schmidt verließ und unter Genscher mit der CDU/CSU eine Regierung bildete (Wende in der Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie Durchsetzung des NATO-Doppelbeschlusses).
Die FDP stellte bisher zwei Bundespräsidenten, T. Heuss 1949-1959 und W. Scheel 1974-1979.
Geschichte:
| 1807/1812 |
Erste liberale Reformen in Preußen: Abschaffung der Leibeigenschaft, Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, Heeres- und Universitätsreformen (v. Stein, v. Hardenberg, v. Humboldt) |
| 1832 |
Beim Hambacher Fest fordern 25.000 Freiheit und nationale Einheit. |
| 1847 |
Liberale beschließen in Heppenheim ein Programm, das die Einigung Deutschlands und eine bessere Vertretung des Volkes fordert. |
| 1848 |
Bürgerliche Revolution: Liberale Reformgesetze werden erlassen. Die Liberalen verfügen über die absolute Mehrheit in der ersten Deutschen Nationalversammlung.
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| 1861 |
Mitglieder des Nationalvereins und der Berliner Demokraten gründen die erste moderne politische Vereinigung: die Deutsche Fortschrittspartei. |
| 1866 |
Erste Spaltung des organisierten deutschen Liberalismus in Links- und Nationalliberale. Letztere unterstützen als stärkere Partei im Reichstag Bismarcks Politik, zu der die Linksliberalen in Opposition stehen. |
| 1880-1900 |
Spaltung und Parteineugründung sowie politische Machtlosigkeit kennzeichnen den deutschen Liberalismus. |
| 1896 |
Gründung des Nationalsozialen Vereins durch Friedrich Naumann. Er fordert vom Staat die Übernahme sozialer Verpflichtungen und plädiert für ein demokratisches Kaisertum. |
| 1918 |
Gründung der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei mit Friedrich Naumann und Max Weber sowie der nationalliberalen Deutschen Volkspartei mit Gustav Stresemann. |
| 1933-1945 |
Die katastrophale Wirtschaftslage und eine Fehleinschätzung des Nationalsozialismus veranlassen auch liberale Abgeordnete, 1933 dem Ermächtigungsgesetz zuzustimmen. Die liberalen Parteien werden verboten. Liberale gehen in die Emigration, werden für ihre politische Überzeugung verfolgt oder kollaborieren mit dem Nationalsozialismus. |
| 1948 |
Bruch zwischen den Liberalen der Westzonen und der LDPD in der Sowjetischen Besatzungszone. Am 11./12. Dezember im Westen Gründung der Freien Demokratischen Partei unter Vorsitz von Theodor Heuss. |
| 1990 |
Neugründungen liberaler Parteien in der DDR: Deutsche Forumpartei (DFP) und FDP der DDR, während sich die LDPD reformiert. Um die Chancen der liberalen Parteien bei den ersten freien Wahlen zu erhöhen, konstituiert sich der Bund Freier Demokraten (BFD), dem später auch die NDPD beitritt. Am 11. August in Hannover Vereinigung der Liberalen in Ost und West zur gesamtdeutschen
FDP. |
| 1997 |
Der Bundesparteitag in Wiesbaden beschließt das neue Grundsatzprogramm der FDP, die "Wiesbadener Grundsätze - Für die liberale Bürgergesellschaft."
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In den Parlamenten und Ländern:
Bundestagsfraktion: www.fdp-fraktion.de
Die FDP ist im bayerischen Landtag nicht vertreten.
Hier der Kontakt zur FDP Bayern: www.fdp-bayern.de
Grundsatzprogramm
Jugendorganisation Junge Liberale
Friedrich-Naumann-Stiftung
Weitere Informationen und Kontakt:
FDP - Bundesgeschäftsstelle
Thomas-Dehler-Haus
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin
Telefon: 030 - 28 49 58 20
Fax: 030 - 28 49 58 22
E-mail
www.fdp.de |
verfasst von
Beck am 25 Jan 2004
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