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| Christlich Soziale Union: CSU
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Mitglieder: 182.712 (Stand: Dezember 1999)
Vorsitzende:
| 1946 – 1949 |
Josef Müller |
| 1949 – 1955 |
Hans Ehard |
| 1956 – 1961 |
Hanns Seidel |
| 1961 – 1988 |
Franz-Josef Strauß |
| 1988 – 1999 |
Theo Weigel |
| 1999 – |
Edmund Stoiber |
Wahlergebnisse:
Landtagswahlen:

Bundestagswahl (Bayern):

Europawahlen (Bayern):

Allgemein:
Unter dem Motto „Tradition mit Fortschritt“ ist die CSU eine konservative, überkonfessionell christliche Volkspartei mit bundespolitischem Anspruch – Nicht zuletzt durch die Kanzlerkandidatur des Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber 2002. Die CSU beschränkt sich organisatorisch auf Bayern und ist dort führende Regierungspartei, stand nur 1954-1957 in der Opposition. Wegen unzureichender Berücksichtigung des Föderalismus stimmte die CSU 1949 gegen die Annahme des Grundgesetzes.
Die CSU war 1949-1969 und 1982-1998 an der Bundesregierung beteiligt. Als Volkspartei stützt sich die CSU auf Wähler aller gesellschaftlichen Gruppen. Die Partei vertritt in vielen Bereichen konservativere Positionen als ihre Schwesterpartei CDU, was die Grundsatzprogramme von 1946, 1957, 1968, 1976 und 1993 belegen. Mit der zeitweisen Drohung einer bundesweiten Ausdehnung (Kreuther Beschluss 1976) der CSU und der
Kandidatur von F. J. Strauß als gemeinsamem Kanzlerkandidaten der Union 1980 unterstrich die Partei ihren bundespolitischen Anspruch, der auch durch ihr Auftreten im Bundesrat zur Geltung kommt. Das Politikverständnis gründet nach dem Grundsatzprogramm auf dem christlichem Menschenbild und Werteordnung im Einklang mit der katholischen Soziallehre und der protestantischen Ethik. Wichtigste Aufgabe des Staates sei es, jene Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen der einzelne in freier Selbstverantwortung sein Leben nach eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten gestalten soll.
Geschichte:
1945
Sommer
In verschiedenen bayerischen Orten versammeln sich bürgerliche, konservative Kräfte mit der Absicht, eine als Gegengewicht zu SPD und KPD gedachte Partei zu gründen. Die führenden Köpfe dieser Bewegung sind Karl Scharnagl, Josef Müller, Adam Stegerwald, Fritz Schäffer, Wilhelm Eichhorn, Michael Horlacher, Alois Hundhammer, Heinrich Krehle, Carl Lacherbauer, Walther von Miller, August Schwingenstein, Alois Schlögl, Anton Pfeiffer. Der Parteiname soll Christlich-Soziale Union sein.
12. September
Im Münchner Rathaus treffen sich 20 Personen, die einstimmig den Namen "Bayerische Christliche-Soziale Union" beschließen und einen weiteren Ausschuß zur Vorbereitung der Parteigründung einsetzen. Diese "Redaktionssitzung", bei der "die Union aus der Taufe gehoben" wurde, gilt als eigentliche Gründungssitzung der CSU.
14.-16. Dezember
In Bad Godesberg findet ein erstes Treffen der bis dahin organisierten Unions-Gruppen ohne Vertreter der bis dahin noch nicht lizenzierten CSU statt. Ein dort beschlossener Zonenverbindungsausschuß, dem dann auch bayerische Vertreter angehörten, sollte ab Anfang 1946 in Frankfurt die Zusammenarbeit und Vereinigung zonenübergreifend fördern. Er löst sich, nachdem er 26 Tagungen hinter sich gebracht hat, erst 1951 auf.
1946
8. Januar
Der Vorbereitende Ausschuß beruft eine Tagung des "Erweiterten Vorläufigen Landesausschusses" der Union als erste landesweite Sitzung der CSU ins Münchner Rathaus ein, die Gründungsversammlung der CSU auf Landesebene. Am gleichen Tag lizenziert die amerikanische Militärregierung die CSU und auch die SPD.
1947
11./12.Januar
Gründung der Jungen Union (JU), die den am 24.2.1946 gebildeten Jugendausschuß der CSU ablöst. Mai Gründung der "Studentischen Landesgruppe der CSU" in München. Im Wintersemester 1950/51 verbinden sich die einzelnen Gruppen zum "Ring christlich-demokratischer Studenten" in Bayern. Erster Landesvorsitzender wird Anton Jaumann (1951-1953).
1948
14. Januar
Die CSU lehnt den Zusammenschluß mit den anderen Unionsparteien ab. 1949 20. Oktober In Goslar findet der erste Bundesparteitag der Union statt. Bis auf die CSU, die selbständig bleibt, schließen sich alle Landesvorsitzenden der christlich-demokratischen Unionsparteien West-Deutschlands, West-Berlins und der Exil-CDU zu einer gemeinsamen
Parteiorganisation zusammen.
1955
Im Saarland bildet sich unabhängig und ohne Billigung der bayerischen CSU eine Vereinigung mit dem Namen CSU-Saar (CSU-S), die jedoch eine unbedeutende Splitterpartei bleibt. Sie fusioniert 1959 schließlich mit der CDU des Saarlands.
1966
7. November
Die Hanns-Seidel-Stiftung wird gegründet und nimmt 1967 ihre Arbeit auf. Der erste Vorsitzende ist Fritz Pirkl, der dieses Amt bis zu seinem Tod am 19.8.1993 bekleidet.
1976
19. November
Die Landesgruppe beschließt in Wildbad Kreuth, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU zu lösen.
12. Dezember
Nach harten Verhandlungen, aus denen die CSU-Landesgruppe gestärkt hervorgeht, schließen CDU und CSU wieder einen Vertrag über die Bildung einer Fraktionsgemeinschaft.
1979
2. Juli
Franz Josef Strauß wird nach heftigen Auseinandersetzungen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Kanzlerkandidaten nominiert. Strauß verliert die Wahl, Schmidt bleibt Kanzler.
1983
27. November
Der aus der CSU ausgetretene Bundestagsabgeordnete Franz Handlos gründet in München die Partei "Die Republikaner".
1988
3. Oktober
Der Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß (geb. am 6.9.1915 in München), seit 27 Jahren amtierender Vorsitzender der CSU, stirbt 73-jährig in einem Regensburger Krankenhaus.
2002
11. Januar
Nach dem Verzicht der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel auf die Kanzlerkandidatur nominiert der CDU-Vorstand auf seiner Klausurtagung in Magdeburg Edmund Stoiber einstimmig zum Kanzlerkandidaten der Union. Am 21.1. bestätigt der CSU-Vorstand die Nominierung ebenfalls mit einem einstimmigen Votum. Stoiber verliert knapp, Schröder bleibt Kanzler.
2003
21. September
Bei der Landtagswahl erringt die CSU 60,7 Prozent der Stimmen und 124 von insgesamt 180 Sitzen im nun verkleinerten Parlament (vorher 204 Sitze). Damit wurde erstmals bei einer Landtagswahl in Deutschland die Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht (Kabinett Stoiber IV).
In den Parlamenten:
Im Bundestag bildet die CSU mit der CDU eine gemeinsame Fraktion, betonen aber ihre Eigenständigkeit.
Die 58 CSU-Abgeordneten sind in der CSU-Landesgruppe organisiert. www.csu-landesgruppe.de
Die Mehrheitsfraktion im Landtag: www.csu-landtag.de
Die Europaabgeordneten der CSU in Brüssel: www.csu-europagruppe.de
Grundsatzprogramm
Jugendorganisation Junge Union
Bayern
Hanns-Seidel-Stiftung
Weitere Informationen und Kontakt:
Christlich-Soziale Union (CSU)
CSU-Landesleitung
Franz Joseph Strauß-Haus
Nymphenburger Str. 64
80335 München
Telefon: (0 89) 12 43-0
Telefax: (0 89) 12 43-2 99
www.csu.de
Kontakt |
verfasst von
Beck am 25 Jan 2004
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